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Der Mittwoch - 04. Juni 2014
Der Mittwoch - Ausgabe Pinneberg
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Rad: Zahl der Unfälle sinkt
Polizei konstatiert leichten Rückgang im Kreis seit 2012 / Europaweit steigt Anzahl der Todesopfer
Kreis Pinneberg

Die Zahl der Verkehrsunfälle im Kreis Pinneberg, in die Radfahrer verwickelt sind, ist leicht rückläufig. Gab es 2012 noch 479 derartige Vorfälle, so waren es im Vorjahr nurmehr 470 – ein Rückgang von 1,9 Prozent. Die Zahl der Verletzten sank im selben Zeitraum ebenfalls ein wenig – um 1,4 Prozent auf 433. Laut Sandra Rüder von der auch für den Kreis Pinneberg zuständigen Polizeidirektion Bad Segeberg sind die Schwankungen innerhalb der vergangenen fünf Jahre allerdings nur unwesentlich. „Es bewegt sich auf ziemlich gleich bleibendem Niveau.“ Zwar gebe es innerhalb des Kreisgebietes keine hervorstechenden Unfallschwerpunkte, allerdings bestehe die größte Gefahr für Radfahrer innerhalb geschlossener Ortschaften. „Dort ereignen sich rund 90 Prozent aller Unfälle.“, so Rüder.

Schuld daran sind im Übrigen überwiegend die Autofahrer, auf deren Fehlverhalten etwa 55 Prozent der Unfälle zurückgehen – vor allem infolge von Fehlern beim Abbiegen, Vorfahrtmissachtungen und Fehlern beim Einfahren in den fließenden Verkehr. Bei den Drahtesel-Nutzern sind falsche Fahrbahnbenutzungen, das Überfahren roter Ampeln, zu hohes Tempo und ebenfalls Patzer bei der Einordnung in den Verkehr die häufigsten Unfallquellen.

Dass auch die Witterungsverhältnisse eine große Rolle für die Häufigkeit von Fahrradunfällen spielen, zeigt der Blick über den Tellerrand hinaus. So verunglückten dem Statistischen Bundesamt zufolge im Jahr 2013 bundesweit 354 Radfahrer tödlich – nicht zuletzt wegen des verregneten Frühjahrs – 12,8 Prozent weniger als noch 2012. Bei den Fahrern von Mofas und Kleinkrafträdern war der Rückgang mit 21,5 Prozent sogar noch deutlicher.

Auf ganz Europa bezogen, steigt die Zahl der getöteten Radfahrer seit 2010 hingegen immer mehr an – 2012 waren es 2230. Grund ist nach Einschätzung der EU-Kommission ganz einfach die Tatsache, dass europaweit immer mehr Menschen mit dem Rad unterwegs sind. Am sichersten seien die Straßen in Großbritannien, Schweden und den Niederlanden, am anderen Ende der Skala rangieren Rumänien, Polen sowie Luxemburg. Was Radler beachten sollten, lesen Sie auf
Jürgen Werner